Ev.-Luth. St.-Andreas-Kirchgemeinde

Unsere Kirche 

 

Der Ort Zadel wurde das erste Mal um 1074/1079 als Burgward urkundlich erwähnt. Eine erste Kirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts erwähnt. Schon diese Kirche war dem Apostel Andreas geweiht.

Im Jahre 1216 wurde die gesamte Landflur des Dorfes und der Kirche in den Besitz des Klosters Altzella übertragen. Überraschend ist dabei immer wieder, dass die Klosterbewegung ja angetreten ist, Jesus in Gehorsam und einfachem Leben nachzufolgen, aber innerhalb weniger Jahrzehnte die Klöster zu den wirtschaftlich mächtigsten Institutionen in Europa wurden.

 

Im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts wurde die Andreaskirche Zadel zu einer Filialkirche der Georgskirche in Zscheila. Im Jahre 1239 wurde die Kirche in Zadel zur Pfarrkirche erhoben und blieb seitdem eine selbständige Gemeinde.

 

Auch mit der Annahme der Reformation änderte sich das nicht. Seit 1525 hatte die Kirche in Zadel einen eigenen Pfarrer. In der Reformation hatte Luther gefordert, Schulen für alle Kinder einzurichten und so wurde 1550 eine erste Schule, damals noch eine Kirchschule erbaut. Im Zuge der Reformation änderten sich auch die Besitzverhältnisse im Dorf. Der Grund und Boden, der vormals dem Kloster Altzella gehört hatte, wurde in ein Rittergut umgewandelt. Da im 19. Jahrhundert durch das Bevölkerungswachstum die alte Kirche zu klein wurde, errichtete die Kirchengemeinde im Jahre 1842 die bestehende Kirche. Aus dem Vorgängerbau sind nur noch das Altarbild und ein Grabepitaph erhalten. Fünfzig Jahre später hatte die Gemeinde wieder genügend zusammen, um die Kirche innen neu ausmalen zu lassen. Dies wurde von einem Meißner Malermeister im Stil der Zeit gemacht.

 

Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatte Zadel einen Kanzelaltar gehabt, der aber abgerissen wurde. Ein neuer Altar aus Sandstein wurde aufgestellt.

 

Ab 1982 erfolgte eine Restaurierung des Turmes der Kirche. Das Landeskirchenamt hatte vorgeschlagen, den Turm abzureißen. Dagegen erwachte aber in der Gemeinde Widerstand und in einer beispiellosen Aktion sicherte die Gemeinde den Turm und renovierte ihn. Nachdem die Außenhaut der Kirche repariert und erneuert wurde, konnte auch die Innenrestaurierung angegangen werden. Im Jahre 1998 wurde dieser Bauschritt abgeschlossen. Im Jahre 2004 wurden neue Paramente durch die Künstlerin Annette Hildebrand angefertigt, die Sakristei wurde in einen Raum der Stille umgewandelt, in dem zugleich auch der gefallenen Soldaten aus der Gemeinde gedacht werden kann. Vier Jahre später schuf Bettina Zimmermann ein neues Altarkreuz, Altarzubehör und einen Wandfries im Chorraum der Zadelner Kirche. 




 

Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Zadel 

Dorfanger 24

01665 Diera-Zehren / Ortsteil Zadel

 



  

 

Andreas’ Portrait (Alexander Iwanow)